Wer in München auf der Suche nach einer sicheren und langfristig bezahlbaren Wohnung ist, stößt früher oder später auf genossenschaftliche Wohnungsunternehmen. Eines der bekanntesten und ältesten ist der Verein für Volkswohnungen. Seit über einem Jahrhundert steht diese Genossenschaft für ein Wohnmodell, das nicht auf maximalen Gewinn, sondern auf das Wohl der eigenen Mitglieder ausgerichtet ist. In diesem Artikel erfährst du, was den Verein für Volkswohnungen auszeichnet, wie er entstanden ist, welche Leistungen er heute bietet und wie eine Mitgliedschaft funktioniert.
Was ist der Verein für Volkswohnungen?
Der Verein für Volkswohnungen ist eine eingetragene Wohnungsbaugenossenschaft mit Sitz in München. Anders als klassische Vermieter verfolgt eine Genossenschaft wie der Verein für Volkswohnungen kein reines Renditeziel. Stattdessen steht die Versorgung der eigenen Mitglieder mit gutem, sicherem und sozial verträglichem Wohnraum im Mittelpunkt. Wer Mitglied wird, erwirbt Anteile an der Genossenschaft und erhält im Gegenzug ein dauerhaftes Nutzungsrecht an einer Wohnung – ganz ohne die Unsicherheiten, die auf einem angespannten freien Wohnungsmarkt oft entstehen.
Das Modell hat sich über Jahrzehnte bewährt: Mieten steigen bei Genossenschaften in der Regel moderater, Kündigungen aus Eigenbedarf sind ausgeschlossen, und die Mitglieder haben über ihre Mitgliedschaft ein Mitspracherecht bei wichtigen Entscheidungen.
Die Geschichte: Gegründet aus bitterer Not
Die Wurzeln des Vereins für Volkswohnungen reichen zurück ins Jahr 1909. Zu dieser Zeit herrschte in München eine dramatische Wohnungsnot. Viele Familien lebten in überfüllten, gesundheitsschädlichen und schlecht ausgestatteten Unterkünften. Als Antwort auf diese Missstände schlossen sich engagierte Bürgerinnen und Bürger zusammen, um selbst für Abhilfe zu sorgen – und gründeten den Verein für Volkswohnungen.
Das Ziel war von Anfang an klar formuliert: einfachen Menschen ohne großes Vermögen zu menschenwürdigem, dauerhaft gesichertem Wohnraum zu verhelfen. Aus diesem Gründungsgedanken hat sich über die Jahrzehnte ein solides Wohnungsunternehmen entwickelt, das bis heute nach denselben Grundprinzipien arbeitet: Solidarität, Sicherheit und Bezahlbarkeit statt kurzfristiger Gewinnmaximierung.
Im Laufe der Geschichte hat der Verein für Volkswohnungen zahlreiche Wohnanlagen errichtet, saniert und modernisiert. Ältere, denkmalgeschützte Gebäude wurden behutsam erhalten, während gleichzeitig immer wieder neue, zeitgemäße Wohnungen entstanden sind, um dem stetigen Bedarf gerecht zu werden.
Der Wohnungsbestand heute
Aktuell verwaltet der Verein für Volkswohnungen deutlich mehr als 1.500 Wohnungen, verteilt auf verschiedene Stadtteile Münchens. Die Bandbreite reicht von charmanten Altbauten mit historischem Flair bis hin zu modernen Neubauten, die nach ökologischen Gesichtspunkten geplant wurden. Damit zählt die Genossenschaft zu den größeren Wohnungsanbietern innerhalb der Münchner Genossenschaftslandschaft, die insgesamt aus mehreren Dutzend einzelnen Vereinen und Baugenossenschaften besteht.
Besonders bemerkenswert ist, wie der Verein für Volkswohnungen alte Bausubstanz und moderne Ansprüche miteinander verbindet. Viele Bestandsgebäude stehen unter Denkmalschutz und wurden liebevoll saniert, statt abgerissen zu werden. Gleichzeitig fließen in Neubauprojekte aktuelle Standards ein, etwa im Bereich Energieeffizienz und Barrierefreiheit.
Leistungen und Angebote der Genossenschaft

Der Verein für Volkswohnungen versteht sich nicht nur als reiner Vermieter, sondern als Partner seiner Mitglieder über den gesamten Lebensweg hinweg. Zu den besonderen Angeboten zählen unter anderem:
Familienfreundliche Infrastruktur
In einigen Wohnanlagen betreibt der Verein für Volkswohnungen eigene Kinderkrippen, damit berufstätige Eltern ihre Kinder in unmittelbarer Nähe zur eigenen Wohnung betreuen lassen können.
Barrierefreies Wohnen
Ein wachsender Teil des Bestands ist barrierefrei gestaltet, sodass auch Mitglieder mit körperlichen Einschränkungen oder im höheren Alter komfortabel und selbstständig wohnen können.
Nachhaltige Gebäudetechnik
Bei Neubauten und Modernisierungen setzt der Verein für Volkswohnungen zunehmend auf umweltfreundliche Technik, etwa Solaranlagen, Pelletheizungen oder Systeme zur Nutzung von Grauwasser.
Digitale Wohnungsbewerbung
Interessierte können freie Wohnungen bequem online einsehen und sich direkt über die Website bewerben. Eingehende Bewerbungen werden strukturiert erfasst und zügig bearbeitet.
Mitglied werden: So funktioniert es
Wer beim Verein für Volkswohnungen wohnen möchte, muss zunächst Mitglied der Genossenschaft werden. Das bedeutet in der Praxis:
- Genossenschaftsanteile erwerben – Interessierte zeichnen eine bestimmte Anzahl an Anteilen und werden dadurch Miteigentümer der Genossenschaft.
- Auf die Warteliste setzen lassen – Da die Nachfrage nach Genossenschaftswohnungen in München traditionell hoch ist, kommen Neumitglieder meist zunächst auf eine Warteliste.
- Wohnungsangebot erhalten – Sobald eine passende Wohnung frei wird, erhalten Mitglieder ein konkretes Angebot entsprechend ihrer Wartezeit und ihres Bedarfs.
- Dauerhaftes Nutzungsrecht – Nach Einzug genießen Mitglieder ein besonders stabiles Wohnverhältnis, das deutlich mehr Sicherheit bietet als ein gewöhnlicher Mietvertrag auf dem freien Markt.
Die Warteliste ist bei vielen Münchner Genossenschaften – so auch beim Verein für Volkswohnungen – lang, da genossenschaftliches Wohnen aufgrund seiner Stabilität und der fairen Mietpreise sehr gefragt ist. Wer langfristig plant, sollte sich daher frühzeitig registrieren.
Warum genossenschaftliches Wohnen so attraktiv ist
Im Vergleich zum klassischen Mietmarkt bietet ein Modell wie das des Vereins für Volkswohnungen mehrere handfeste Vorteile:
- Stabile Mieten: Da keine Gewinnmaximierung im Vordergrund steht, entwickeln sich die Mieten meist moderater als bei privaten Vermietern.
- Kündigungsschutz: Eigenbedarfskündigungen, wie sie bei privaten Vermietern vorkommen können, sind bei Genossenschaftswohnungen grundsätzlich ausgeschlossen.
- Mitspracherecht: Mitglieder können über die Vereinsstrukturen an Entscheidungen mitwirken, etwa in der Generalversammlung.
- Langfristige Perspektive: Wohnungen werden häufig über Generationen hinweg innerhalb von Familien “weitergegeben”, da das Nutzungsrecht sehr stabil ist.
- Gemeinschaftsgefühl: Viele Wohnanlagen fördern aktiv den Austausch unter den Bewohnerinnen und Bewohnern, etwa durch Vereinsmagazine oder gemeinsame Veranstaltungen.
Herausforderungen: Zwischen Bestandserhalt und Modernisierung
Wie viele traditionsreiche Wohnungsgenossenschaften steht auch der Verein für Volkswohnungen immer wieder vor der Aufgabe, älteren Wohnraum zeitgemäß zu gestalten. Manche Gebäude aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts entsprechen nicht mehr heutigen Komfort- und Energiestandards. In solchen Fällen wägt die Genossenschaft sorgfältig zwischen Sanierung und Neubau ab – stets mit dem Ziel, den betroffenen Mitgliedern faire Lösungen und angemessene Übergangsregelungen anzubieten.
Diese Abwägung zwischen Bewahrung historischer Bausubstanz und der Notwendigkeit moderner, energieeffizienter Wohnungen gehört zu den zentralen Zukunftsthemen, mit denen sich der Verein für Volkswohnungen wie auch andere Münchner Genossenschaften intensiv beschäftigen.
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Fazit
Der Verein für Volkswohnungen zeigt seit 1909 eindrucksvoll, wie genossenschaftliches Wohnen funktionieren kann: sozial verantwortungsvoll, stabil und auf die Bedürfnisse der Mitglieder zugeschnitten. Mit einem Bestand von über 1.500 Wohnungen, familienfreundlichen Angeboten wie Kinderkrippen, barrierefreiem Wohnraum und einem klaren Bekenntnis zu Nachhaltigkeit bleibt die Genossenschaft auch heute ein attraktiver Anbieter für alle, die in München langfristig sicher und bezahlbar wohnen möchten. Wer bereit ist, sich frühzeitig auf die Warteliste setzen zu lassen, kann von einem Wohnmodell profitieren, das auf Gemeinschaft statt Gewinnmaximierung setzt.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist der Verein für Volkswohnungen genau?
Der Verein für Volkswohnungen ist eine Wohnungsbaugenossenschaft mit Sitz in München, die ihren Mitgliedern dauerhaft bezahlbaren und sicheren Wohnraum zur Verfügung stellt.
Wann wurde der Verein für Volkswohnungen gegründet?
Die Genossenschaft wurde 1909 in München gegründet, um der damals herrschenden akuten Wohnungsnot entgegenzuwirken.
Wie viele Wohnungen verwaltet der Verein für Volkswohnungen aktuell?
Der Verein für Volkswohnungen verwaltet heute mehr als 1.500 Wohnungen in verschiedenen Münchner Stadtteilen.
Wie kann ich Mitglied beim Verein für Volkswohnungen werden?
Interessierte erwerben Genossenschaftsanteile, lassen sich auf die Warteliste setzen und erhalten anschließend ein Wohnungsangebot, sobald eine passende Wohnung frei wird.
Ist die Warteliste beim Verein für Volkswohnungen lang?
Ja, aufgrund der hohen Nachfrage nach stabilem und bezahlbarem Wohnraum in München ist mit einer längeren Wartezeit zu rechnen. Eine frühzeitige Anmeldung lohnt sich daher.


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